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Beleidigungen lösche ich nicht, da sie Bestätigung meiner Thesen über Gewaltmusik und deren Hörer sind.
Man darf natürlich auch über andere Themen schreiben ...

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Lateralus hat am 29.03.2012 21:07:59 geschrieben :

Im übrigen
Im übrigen ist die Behauptung, dass Jazz auf keinen oder nur sehr wenigen Regeln basiert schlichtweg falsch. Gehen sie doch mal in den Notenladen ihres Vertrauens und vergleich sie eine klassische Harmonielehre mit einer Jazz-harmonielehre. Ausserdem hat die Jazz-harmonielehre einige Phänomene begründen und erklären können die in der Klassik bis heute noch recht unbeholfen Klangzentrum, Leittonverwandschaft und reale Mixtur genannt werden. Das kann man mit einem simplen Alte Musik Abschluss natürlich nicht wissen. Sollte aber zumindest die enge Verwandschaft von Klassischer Moderne und Jazz-Harmonik kennen. Aber vielleicht halten sie ja Moderne,Atonale und Serielle Musik auch für schädliche oder gar ,,entartete Musik''. Auf den Drogenkonsum Klassischer Komponisten möchte ich erst gar nicht zu sprechen kommen. Zumal die Berichterstattung zu diesem Thema damals doch sehr dürftig war.

Nicht ganz so hochachtungsvoll.

Herr BLABLA

 
Kommentar: Natürlich gibt es auch im Jazz Regeln. Aber sie erlauben weit mehr Freiheiten als die Regeln klassischer Musik.

Meinen Standpunkt zu avantgardistischer Musik können Sie hier nachlesen:
http://klausmiehling.npage.de/get_file.php?id=5587268&vnr=451068

Anonym hat am 29.03.2012 21:00:40 geschrieben :

...
"So kann man sich irren: Ich bin überhaupt nicht religiös, sondern Agnostiker"

Lieber Dr. Miehling,

ich bin nur ein armer Anonymus, aber ich sage Ihnen hier trotzdem:
Die Existenz Gottes zu leugnen ist vielleicht noch törichter, als die Gefahren der Gewaltmusik zu verkennen.
Schließlich:
Man wußte es schon immer:

"Und Mose rief das ganze Israel und sprach zu ihnen: Höre, Israel, die Gebote und Rechte, die ich heute vor euren Ohren rede, und lernt sie und behaltet sie, daß ihr darnach tut!
2 Der HERR, unser Gott, hat einen Bund mit uns gemacht am Horeb. 4 Er hat von Angesicht zu Angesicht mit euch aus dem Feuer auf dem Berge geredet. (2. Mose 19.19) (5. Mose 5.21) 5 Ich stand zu derselben Zeit zwischen dem HERRN und euch, daß ich euch ansagte des HERRN Wort; denn ihr fürchtetet euch vor dem Feuer und ginget nicht auf den Berg. Und er sprach: (2. Mose 19.16)
6 Ich bin der HERR, dein Gott, der dich aus Ägyptenland geführt hat, aus dem Diensthause. (2. Mose 20.1) 7 Du sollst keine andern Götter haben vor mir."
 
Kommentar: "Man", das ist hier ein kleines Nomadenvolk aus dem vorderen Orient. Andere glaubten und glauben ganz andere Dinge zu wissen.

Im übrigen ist ein Agnostiker kein Leugner.

John hat am 29.03.2012 19:39:30 geschrieben :

Debussy und co.
Mich würde doch sehr ihre Haltung gegenüber Komponisten wie Debussy,Bartok,Schoenberg,Ravel usw. interessieren, die dem bösen Jazz doch so verwandt sind.

 
Kommentar: Das kann man so verallgemeinernd nicht sagen. Nur vereinzelte ihrer Kompositionen haben eine gewisse Nähe zum Jazz. Von Schönberg kenne ich gar keine; nur die spätromantische frühe Phase (Gurrelieder, Verklärte Nacht), und dann die Entwicklung zur Zwölftontechnik.

andi hat am 19.03.2012 22:57:01 geschrieben :

...
Sehr geehrter Herr Miehling,
haben Sie auch schon mal daran gedacht, dass wir Menschen heutzutage doch eigentlich relativ gesittet,gewaltfrei und harmlos sind, wenn sie doch mal in der Geschichte zurückschauen. Im Mittelalter haben die Menschen doch genauso gemordet und rumgehurt und waren bestimmt nicht besser und hörten keine Rock- und Popmusik. Sie verkennen glaube ich die Natur des Menschen. Sicherlich kann Rock, Metal und Pop-Musik agressives Verhalten fördern, aber die Frage ist doch, wie stark trägt es zur Gewaltbereitschaft bei. Und da glaube ich, spielt ihre "Gewaltmusik" so gut wie keine Rolle, wenn Sie sich mal überlegen, welche andere Paramter Gewaltbereitschaft, agressives Verhalten fördern.
Sie sind ein Gutmensch, wahrscheinlich tief religiös, der alle anderen Paramter die zu Agressivität führen nicht ernst nimmt... anders kann ich mir ihre Ansicht nicht erklären. Als ob ein Mensch nicht deutlich größere Probleme hat und hatte, die deutlich häufiger zu mehr Agressivität führen.
Mich z.B. würde es deutlich agressiver machen, wenn ich belogen werden, ausgenutzt werde , meine Frau mich betrügen würde. Generell führen häufig Ängste zu agressiven Verhalten. Menschen waren schon immer agressiv und das werden sie auch immer sein, schließlich sind wir hier nicht im Paradies, einem abgeschlossenem System, indem es keine Probleme gibt. Im Paradies, falls es existiert, könnte eine wissenschaftliche Untersuchen über hard Rock-hörer sicherlich zu einer geringfügigen Steigerung der Agressivität führen. Aber in unserem gesellschaftlichen Rahmen geht das doch völlig unter. Vergessen sie ihre Gewaltmusik, denn ihr Einfluss auf die Agressivität hat für die meisten Menschen eine unbedeutende Rolle.
***Fortsetzung nächster Eintrag****
 
Kommentar: So kann man sich irren: Ich bin überhaupt nicht religiös, sondern Agnostiker. Und als "Gutmensch" würde ich mich auch nicht bezeichnen.

andi hat am 19.03.2012 22:56:27 geschrieben :

...
****Fortsetzung des Eintrags darüber*****
Und nein, ich belege jetzt nicht meine Behauptungen. Und wissen Sie auch warum, weil Sie doch genauso unwissenschaftlich arbeiten. Sie haben sich eine These in den Kopf gesetzt und haben dann total unwissenschaftlich nur wissenschaftliche Veröffentlichungen verwendet, die genau die eigenen subjektiven Thesen stützen, jedoch nicht von der anderen Seite das ganze beleuchtet. Ich könnte genauso behaupten, dass Tanzmusik die soziale Vernetzung stärkt und Stress und Agressivität abbaut. Dazu findet man bestimmt auch etliche Veröffentlichungen im Netz und kann darauf eine wunderschöne Arbeit verfassen. Also lasst uns alle Tanzen gehen!!! Genauso könnte man vielleicht eine Studie aufstellen, dass klassische Musik Depressivität fördert, wenn man z.B. eine Studie nehmen würde, die zeigen würde, dass gebildete Menschen zu einer höheren Wahrscheinlichkeit klassische Musik hören und mit einer zweiten Studie verknüpft, die zeigen würde, dass gebildete Menschen häufiger zu Depressionen neigen. Jedoch mit Wissenschaft und Erkenntnisgewinn hat das wenig zu tun. Also bitte ersparen Sie mir so eine Antwort, ich hätte keine Belege, denn das wäre doch nur eine billige Ausrede, weil Sie Angst haben, im Unrecht zu sein.


Haben Sie das schon gelesen: http://jennifercopley.suite101.com/psychology-of-heavy-metal-music-a53261.

So nebenbei: Mich hat z.B. die Tragik in der Winterreise von F. Schubert deutlich unglücklicher und agressiver gemacht als sämtliche Rock-und Popmusik. Sehen Sie mal wie subjektiv das Ganze ist.
 
Kommentar: Nein, ich arbeite nicht unwissenschaftlich. Vielmehr berufe ich mich auf eine nicht geringe Anzahl wissenschaftlicher Studien. Zusätzlich habe ich tausende von Beispielen gesammelt. Sie können das nachlesen. Also kann ich auch von Ihnen erwarten, dass Sie Ihre gegensätzlichen Behauptungen belegen.

Immerhin verweisen Sie auf den Artikel von Copley. Da die Autorin eine ganze Reihe von Studien nennt (von denen ich einige kenne, andere nicht), muss ich mir das erst in Ruhe ansehen. Vermutlich werde ich zu den einzelnen Aussagen des Artikels nach und nach in den Gewaltmusik-Nachrichtenbriefen Stellung nehmen.
Vorerst nur so viel: Auch wenn nur bei einem Teil der Hörer die kriminelle Energie längerfristig zunehmen würde, wäre das bei einem Höreranteil von über 90% zumindest bei Jugendlichen ja wohl schlimm genug!

BK hat am 16.03.2012 16:07:43 geschrieben :

...
Ihnen als "Wissenschaftler" dürfte ja auch das schöne "post hoc, ergo propter hoc" bekannt sein...einmal hier eingestellt als Denkanstoß.
 
Kommentar: Das wurde mir schon unzählige Male entgegengehalten, wenn auch nicht auf Latein. Als ob das meine einzige Argumentationsweise wäre!

Si propter hoc, tum post hoc!


BK hat am 16.03.2012 16:01:37 geschrieben :

...
Dass Ihre Aussage zu den Tariflöhnen nicht stimmt, können Sie auf den Seiten des Statistischen Bundesamtes nachlesen. Das steht schwarz auf weiß so fest, ob Sie das nun bezweifeln oder nicht.
Volkswirtschaftlich halte ich mich an John Maynard Keynes....da können Sie nachlesen, dass Lohnsenkungen grade zum Anwachsen von Staatsschulden beitragen. Der Beitritt der Neuen Länder wurde bereits sozialisiert. Heute geht es vielen Regionen des Ostens strukturell besser als vielen Regionen des Westens.
Ferner ist das alles kein Argument gegen das Streikrecht. Sollte es einen Indexlohn geben, könnte man das Streikrecht höchstens so beschränken, dass es nicht mit dem Ziel ausgeübt werden darf, Lohnerhöhungen herbeizuführen.
 
Kommentar: Das entscheidende Argument gegen das Streikrecht ist, dass es den Unternehmen und der Allgemeinheit schadet.

abgfrt hat am 15.03.2012 14:18:38 geschrieben :

...
Sehr geehrter Herr Miehling,
in der Rezension des Buchs "Die Köder des Satanskultes" von R. de Ruiter stellenm sie die Frage,"... wie sich eine so aggressive und laszive Musik, die xxx und delinquente Verhaltensweisen propagiert und deren Interpreten mehrheitlich Drogenkonsumenten sind, in den sonst eher konservativen 1950er und 60er Jahren durchsetzen konnte.(...)Diese Frage ist bis heute nicht geklärt - es sei denn, man nimmt tatsächlich eine Verschwörung an, unter Beteiligung einflussreicher Politiker und Medienleute."
Ich denke, um die Frage zu beantworten, bedarf es keiner Verschwörungtheorie, sonder es sind wahrscheinlich einfach die Gesetze des freien Marktes, die hier wirken. Elektro- und Muiksindustrie verdienen an der Gewaltmusik sicher besser als an der klassischen Musik. Allein schon die vielen elektronischen Geräte und Instrumente für die Popmusikproduktion bilden eine Markt für sich, schaffen mehr Arbeitsplätze, benötigen Forschung und Entwicklung usw...Das dürfte der Hauptmotor für die Beförderung der pop. Musikstile in unserer Zeit sein.
 
Kommentar: Ja, in unserer Zeit. Ich habe auch geschrieben: "Nachdem diese Musik erst einmal etabliert war, wurde sie freilich zum Selbstläufer."
Aber er fällt mir wirklich schwer, nachzuvollziehen, dass man dieser Musik damals eine solche Plattform gegeben hat. Andererseits war durch Blues und Jazz schon der Boden bereitet ... Jedenfalls sollten wir aufmerksam sein und nichts von vornherein ausschließen.

hans held hat am 14.03.2012 17:46:03 geschrieben :

immer das gleiche...
Es gehört schon eine bemerkentswertes Maß an Ignoranz dazu, Ursache und Wirkung gesellschaftlicher Phänome auf eine solche Art und Weise voneinander zu trennen.

Genausowenig wie Nazis Klassische Musik verehrten weil Klassische Musik sie zu ebendiesen machte, ist Populäre Musik für kriminelles Verhalten verantwortlich.
Oder anders gesagt, nicht Jazzmusik
machte Afroamerikaner der 30er Jahre zu "kriminellen" sondern die gesellschaftlichen Umstände.
 
Kommentar: Oho, und woher glauben Sie das zu wissen? Da müssten Sie ja bessere wissenschaftliche Belege haben als ich - nur her damit!
Im übrigen habe ich mich nie damit beschäftigt, welche Ethnie im frühen 20. Jh. besonders kriminell war. Unter den von mir genannten kriminellen Jazzmusikern sind auch Weiße.

BK hat am 14.03.2012 14:02:30 geschrieben :

...
Was die einseitige und übermäßige Anglisierung unserer Sprache angeht, kann ich Ihnen eingeschränkt sogar zustimmen, Herr Miehling. Allerdings ist es dazu wenig zielführend, für solche allgemeingültigen Begriffe wie Internet, Laptop etc. zwanghaft deutsche Begriffe wie "Weltnetz" oder ähnliches zu erfinden. Man sollte eher da ansetzen, wo gebräuchliche deutsche Wörter ohne Grund durch englische ersetzt werden.

Ich habe übrigens für Ihren Vorschlag eines Indexlohns beim Dialog über Deutschland meine Stimme abgegeben. Nur wird sich die Wirtschaft niemals auf ein solches Lohnmodell einlassen. Eine effektive jährliche Lohnerhöhung in Höhe der Inflation können Sie keinem Unternehmer vorschlagen. Die deutschen Reallöhne stagnieren seit 15 Jahren bzw. sind sogar leicht gesunken. Solange dies so ist, kann aus meiner Sicht auch niemand ernsthaft die Abschaffung des Streikrechts fordern.
 
Kommentar: Danke für Ihre Stimme! Die Stagnation der Löhne ist ein Durchschnittswert. Ich bezweifle, dass das auch auf diejenigen Löhne zutrifft, bei denen die Gewerkschaften mitbestimmen. Wie auch immer, angesichts des Beitritts der neuen Länder und der Schuldenmacherei ist es doch offensichtlich, dass die fetten Jahre längst vorbei sein müssen. Es kann nicht immer nur nach oben gehen. Jede Lösung ist besser als die Streikerei, die der Wirtschaft und der unbeteiligten Bevölkerung nur Schaden bringt.

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