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Beleidigungen lösche ich nicht, da sie Bestätigung meiner Thesen über Gewaltmusik und deren Hörer sind.
Man darf natürlich auch über andere Themen schreiben ...

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Columba hat am 12.04.2018 22:09:26 geschrieben :

Veränderung
Sprache verändert sich. Die Gesellschaft verändert sich. Was mal ein "neutrales" Wort war, kann zehn oder hundert Jahre später abwertend sein. Das Wort "Weib" z.B. war vor einigen Jahrhunderten neutral und ist heute abwertend. In den 60er Jahren verwendeten afroamerikanische Intellektuelle wie King oder Baldwin das Wort "Negro" als Selbstbezeichnung, während dieses Wort heute als abwertend gilt. Entscheidend ist, was eine bestimmte Gruppe zum aktuellen Zeitpunkt als Bezeichnung für sich selbst wünscht, und nicht, was Ihr Erdkundelehrer vor vierzig Jahren zu dieser Gruppe gesagt hat. Lesen Sie zu diesem Thema bitte [url=http://www.bpb.de/gesellschaft/migration/afrikanische-diaspora/59407/afrikaterminologie?p=alllität]http://www.bpb.de/gesellschaft/migration/afrikanische-diaspora/59407/afrikaterminologie?p=all[/url]

Sie können natürlich in Deutschland klassische indische Musik lernen, es gibt aber leider nicht viele Lehrer bzw. Schulen dafür.  Vielleicht ändert sich das in einer globalisierteren Zukunft. Es ist auch nicht einfach, gute Instrumente zu bekommen. Als Musiker wissen Sie ja selbst, wie wichtig die Qualität des Instruments ist. Es gibt in Deutschland auch Kurse für indische oder japanische Tanzstile, wozu natürlich auch die Auseinandersetzung mit der entsprechenden Musik gehört.

Aus http://www.dw.com/de/bruckner-zyklus-in-tokio-warum-japaner-westliche-klassik-lieben/a-19064221:
"Dass die klassische Musik aus Europa in Japan so beliebt ist, erklärt die japanische Dolmetscherin Akiko Matsuda, die schon Herbert von Karajan, Carlos Kleiber und andere große Dirigenten betreut hat, damit, dass der schulische Musikunterricht nach dem Zweiten Weltkrieg ganz auf westliche Musik umgestellt worden sei. Japans reiche Musiktradition sei hingegen fast verschüttet worden. Erst allmählich erinnere man sich wieder an die rituelle höfische Musik Japans."

Ich zitiere mal aus Ihrem Machwerk "Was Sie über Jazz wissen sollten":
"Selbstverständlich gab es Kriminalität und andere Mißstände schon immer. Aber ihre massenhafte Verbreitung in unserer Gesellschaft ist ganz offensichtlich eine Folge der massenhaften Verbreitung aggressiver Musik."
Hier behaupten Sie, dass eine Musik (nämlich der afrikanisch beeinflusste Jazz) am Ansteigen der Kriminalität schuld gewesen sei. Dies impliziert, dass die Kriminalität vor dem Entstehen dieser Musikgattung niedriger war. Wir reden hier nicht vom Mittelalter, sondern vom 18. und 19. Jahrhundert (Zeit der "klassischen Musik" im weiteren Sinne). In Ihrer Antwort auf eine frühere Nachricht von mir sagen Sie, "dass unsere abendländische Musikkultur im Guten wie im Bösen (letzteres in Zusammenarbeit mit anderen Kulturen) die bis jetzt wirksamste und die meisten Menschen ansprechende Musik gefunden hat."
Zusammengefasst: das Böse in der Musik kommt von der Zusammenarbeit mit anderen Kulturen, wie Sie Sie das erste Mal im Jazz sehen. In der Zeit vor der Entstehung des Jazz war also alles paletti und die Jugendlichen waren brav, weil es nur klassische Musik gab. Ich verbinde nur die Punkte.
 
 
Kommentar: "Entscheidend ist, was eine bestimmte Gruppe zum aktuellen Zeitpunkt als Bezeichnung für sich selbst wünscht," 
Diese "bestimmte Gruppe" besteht aus hunderten Millionen Menschen; und Sie wissen, was die alle wünschen? In Wirklichkeit ist es eine bestimmte Gruppe sprachlicher Blockwarte, die ihre ideologischen Ziele durch Sprachkontrolle voranbringen wollen.

Was Sie über deutsche europäische Musik in Japan und umgekehrt sagen, beschreibt die Zustände, erklärt aber nicht die Motivation dahinter.

Sie verfolgen wieder die Strategie, mir die Worte herumzudrehen. Wo habe ich auch nur sinngemäß gesagt, dass vor dem Jazz "alles paletti" war? Mein sogar hier von Ihnen zitierter Satz "Selbstverständlich gab es Kriminalität und andere Mißstände schon immer" sagt etwas völlig anderes.

A.J. hat am 12.04.2018 09:37:16 geschrieben :

...
Diese Vergleichsgrößen müssen aber dem Grundwert (100%) entsprechen. Das heißt also, dass sie die 2,25 bzw 2,26 nehmen müssen, mit denen der Test begonnen wurde.
Mann kann nicht 11,72% von etwas errechnen, was nicht mehr 100% entspricht.
Und bevor sie jetzt damit prallen, dass sie promovierter Musikwissenschaftler und des halb ach so schlau sind:
Ich meiner Seitz habe eine komplette Ausbildung zum Fachlageristen hinter mir, in der Prozentrechnung ein Hauptbestandteil war. Und ich habe in dieser Thematik nicht einen Fehlet gehabt.
Sie sehen also, ich hab Ahnung davon, wie das funktioniert.

Die Grundlage ihrer Behauptungen ist, dass "Gewaltmusik" die negativen Eigenschaften, Gefühle verstärkt.
Das bedeutet, dass die Studie, die zeigt, dass negative Gefühle/Eigenschaften beim Musikkonsum (wenn auch im Durchschnitt langsamer als bei Stille) sinken, ihnen wiederspricht.
Bestätigen würde sie Sie, wenn sie zeigen würde, dass sie unter Musik weiter ansteigen.

Weshalb reden sie gerade von Aggressionen? Ich dachte es geht um Feindseligkeit....
Und Nein: das ist nicht das selbe.
Und was ist eigentlich mit anderen negativen Werten innerhalb dieser Studie?
Gibt's die nicht?
Wurden die von denen Wissenschaftlern ignoriert?
Sind die ihnen, oder schon den anderen Wissenschaftlern (die die Studie aufstellten) unwichtig?
Oder fallen die negativen Werte so der Maßen in den Keller, dass sie Angst haben, sie zu nennen?

Witzig.... Ich fand zwar Jürgen Laarmann bei Google, aber so bald ich das von Ihnen genannte Zitat hinterher eingab, fand ich entweder Seiten, die sich mit ihnen befassen, oder es fehlen Teile des "Mottos" oder aber die Worte stehen nicht in der korrekten Reihenfolge und bilden daher dieses "Motto" nicht....
Im übrigen klingt das nicht nach dem Verlust von Selbstkontrolle, sondern nach unbegrenzter Freiheit....

Mann könnte z.B. den Webseitenbetreiber kontaktieren und ihm mitteilen, welche Art Werbung man auf seiner Seite nicht will.
Oder man richtet sich eine ein, die sich nicht durch Werbung finanziert.
 
Kommentar: Wenn man den Abstand zweier Vergleichsgrößen in Prozenten (nicht Prozentpunkten) ausdrückt, dann muss man eine dieser Größen = 100 Prozent setzen.

Wenn unter der Bedingung "Musik" die Aggression weniger abnimmt als unter der Bedingung "Stille", dann ist bei gleicher Ausgangsaggression die Aggression unter Musik höher, und damit im Vergleich zur Stille verstärkt. Es gibt doch nur diese beiden Möglichkeiten: Musik oder keine Musik. Also sind die Leute aggressiver, wenn sie (Metal-)Musik hören, als wenn sie keine hören.

Was meinen Sie mit "anderen negativen Werten innerhalb dieser Studie"? 

Das Zitat von Laarmann steht bei Christa Zöller: Rockmusik als jugendliche Weltanschauung und Mythologie, S. 165.

Columba hat am 11.04.2018 12:58:06 geschrieben :

Normal?
Was Sie so normal nennen .... Wir wissen ja, wie weit am rechten Rand sich befinden. Leute, die vom "Busch" reden, verwenden gern das N-Wort für die in besagtem "Busch" lebenden Menschen. Aber Sie sind ja sprachlich so unsensibel und generell so merkbefreit, dass Sie das nicht wahrnehmen.

Sie schreiben, dass Ihrer Ansicht nach  "unsere abendländische Musikkultur im Guten wie im Bösen (letzteres in Zusammenarbeit mit anderen Kulturen) die bis jetzt wirksamste und die meisten Menschen ansprechende Musik gefunden hat."

Also ist die sog. abendländische Musik prinzipiell gut und die Musik anderer Kulturen böse? Und die abendländische Musik wurde dann böse, als sie anfing, Elemente der Musiktraditionen anderer Kulturen zu übernehmen? Warum in aller Welt sollten ausgerechnet die Menschen im Europa des 18. Jahrhunderts die einzige "im Guten [...] wirksamste und die meisten Menschen ansprechende" Musiktradition aufgestellt haben? Da gab es z.B. noch Folter und Sklaverei. Warum stammt ausgerechnet von diesen Leuten jetzt die einzige Musik, die Sie zulassen?
 
Glauben Sie im Ernst, dass sich "westliche" Gepflogenheiten nur deswegen verbreitet haben, weil sie besser waren als die in einer anderen Gegend üblichen? Und nicht deswegen, weil sie westlich waren? In China lernen viele Kinder aus Prestigegründen Klavier oder Geige zu spielen. Nicht weil die Eltern diese Musik schön fänden.
 
Kommentar: Das "N-Wort" wurde zu meiner Schulzeit sogar von unserem linken Erdkuindelehrer verwendet. Es war einfach die normale Bezeichnung, und übersetzt bedeutet es nichts anderes als "Schwarzer". Es ist ein durchsichtiger Trick der Linken, neue Feindbilder zu schaffen, indem man anderen vorschreiben will, welche Wörter sie verwenden dürfen. Halten sie sich nicht daran, werden sie als rassistisch diffamiert.

So simpel wie Sie es mit Ihrer Frage suggerieren, ist es natürlich nicht. Schon im Mittelalter wurde die Musik der Spielleute kritisiert, während andererseits klassische indische Musik zumindest bei einem Test an Pflanzen einen positiven Einfluss auf das Wachstum hatte.

Und warum gerade die Menschen in Europa? Nun, warum haben gerade die Menschen in Europa (oder später ihre Abkömmlinge in den USA und anderen Ländern) fast alle maßgeblichen technischen Erfindungen der Neuzeit gemacht? Ich weiß es nicht, aber es ist einfach so.

Und wieder eine falsche Unterstellung: "=12pxWarum stammt ausgerechnet von diesen Leuten jetzt die einzige Musik, die Sie zulassen?" Ich habe mich zu außereuropäischen Musikkulturen nur soweit geäußert als sie an der Entstehung der modernen Gewaltmusik einen Anteil hatten. Zweifellos gibt es auch außerhalb Europas Musik, die man "zulassen" kann. 

Aus Prestigegründen? Aber warum bringt es Prestige? Doch wohl, weil die Musik geschätzt wird! Umgekehrt gefragt: Warum lernen die Kinder bei uns nicht in ähnlichem Maß traditionelle indische oder japanische Musik, obwohl sich doch hierzulande die meisten Menschen so unpatriotisch und globalistisch geben? Das wäre doch so weltoffen und politisch korrekt!

A.J. hat am 11.04.2018 12:41:01 geschrieben :

Prozentrechnung und so....
Okay, ich weiß jetzt zumindest, was sie Von mir wollen. Aber ich muss sie enttäuschen: ihre Rechnung funktioniert so nicht. Ich erkläre ihnen das gerne an Hand ihres Beispiels mit den Wahlen UND der von ihnen erwähnten Skala.

Fangen wir mit der Wahl an:
1.) wie sie sicher wissen, braucht man zur Prozentrechnung einen Grundwert, der 100% entspricht. In diesem Beispiel entspricht das ALLEN Wählern, die an der Wahl Teil genommen hat. Sagen wir der Einfachheit halber einfach mal, dass sind 10000.
2.) Partei A hat bei der letzten Wahl 20% ALLER Wählerstimmen erhalten. Bedeutet: 2000.
3.) bei diesen Wahlen hat Partei A allerdings 5% aller – das heißt 500 – Stimmen verloren.
4.) sie haben Recht, dass dies aus Sicht der Partei 25% Verlust entspricht. Allerdings nur, weil sie bei dieser Rechnung 20000 als Grundwert (100%) ansetzt.
5.) tatsächlich hat die Partei aber nur 5% aller Wählerstimmen verloren. Deshalb sagt man ja auch, dass Partei A 5% der Wählerstimmen verloren hat, und nicht 25% ihrer Wählerstimmen.
6.) ihr Vergleich zwischen den Parteien A und B funktioniert zudem noch weniger, den wie sie merken, schwangt die Zahl zwischen 25% und 33,3, jenachdem, von welcher Partei man ausgeht. Deshalb geht man auch von allen Personen, die an der Wahl Teil genommen haben, als Grundwert aus. So hat nämlich Partei A 5% mehr bzw Partei B 5% weniger aller Wählerstimmen.

Bei der von ihnen erwähnten Skala ist das noch etwas komplizierter. Wieso? Nun, hier hat man zwei Grundwerte.
Einmal die 2,25 Punkte von der Gruppe "Stille" und einmal die 2,26 Punkte der Gruppe "Musik".
(bei der letzten Rechnung habe ich die Zwischenergebnise Gerundet. Hier lase ich das mal, da es das Endergebnis verfälschen würde)
So, ich führe ihnen jetzt einmal den korrekten Rechenweg vor:
1.) die Gruppe "Stille" verringerte die Feindseligkeit von 2,25 auf 1,15, also um 1,1 Punkte. Das entspricht 48,888888889%
2.) Gruppe "Musik" verringerte ihre Feindseligkeit von 2,26 auf 1,42 also um 0,84 Punkte, was 37,168141593% entspricht.
3.) Gruppe "Stille" hat 0,26 Punkte mehr "verloren" als Gruppe "Musik".
4.) diese 0,26 Punkte entsprechen den von mir errechneten 11,720747296%.
5.) und jetzt kann man das ganze noch einmal gegenrechenen, in dem man den Prozentwert von 11,720747296% der beideiden Grundwerte berechnet.
Bei 2,25 sind das 0,2637168141, bei 2,26 wiederum 0,2648888875. Beide Prizentwerte sind auf zwei Nachkommerstellen berechnet 0,26 Punkten, also exakt der Differenz zwischen dem was beide Gruppen an Punkten verloren.
5.) 0,26 = (gerundet) 11,72% ist die korrekte Differenz zwischen dem, was beide beiden Gruppen an Feindseligkeit Verloren haben.

Mir ist eben klar geworden, dass diese Studie sie keines wegs in ihrer Aussage bestätigt.
Denn auch wenn die Personen, die sich in der Stille abreagierten (im Durchschnitt betrachtet) mehr Feindseligkeit verloren, so können sie nicht leugnen, dass sich auch diejenigen, die Musik hörten "abreagierten", was ihrer Aussage, dass "Gewaltmusik" durchweg negative Einflüsse hat, vollkommen widerspricht.

Wir reden aneinander vorbei:
Ich habe sie dich bestätigt, dass das von ihnen genannte "Was guckst du?" bereits ein feindselige – bzw aggressive – Handlung darstellt, die eine Reaktion auf einen provokanten – oder so wahrgenommenen – Blick darstellt.
Als Provokation bezeichnete ich diesem Zusammenhang also den Blick, nicht die Aussage.
Eine feindselige Haltung im Gegensatz dazu, wäre, wenn ich – nur mal angenommen – einen Imbiss besäße und einen Neonazi raus schmeißen würde, weil mir seine Weltanschauung und Ideale zu wieder sind.

In wie fehrn soll der Verlust von Selbstkontrolle (Techno)musik den bitte dargestellt, propagiert oder "zum Programm" erklärt werden?

PS: es würde sich im übrigen positiv auf ihre Glaubwürdigkeit auswirken, würde ich auf ihrer Seite keine Werbung vom "Rock am Ring" sehen.... Nur mal ein kleiner Tipp nebenbei.
 
Kommentar: Es ging mir darum, dass eine in Prozentpunkten angegebene Dfferenz eine relative Größe ist, die nur im Zusammenhang mit den Vergleichsgrößen aussagekräftig ist. Sie hatten gesagt: "=12pxdas ist ein Unterschied von Sage und Schreibe 11,92% und das ist....so gut wie nichts". Es ist aber eben nicht ein Unterschied von 11,92%, sondern von Prozentpunkten, und wenn man die Vergleichsgrößen berücksichtigt, ist es in Prozenten deutlich mehr und keineswegs "so gut wie nichts".

Wichtig ist bei dieser Studie ja wohl der Vergleich "Musik - keine Musik". Eine andere Alternative gibt es nicht. Man könnte noch unterschiedliche Musikstile vergleichen, aber in diesem Fall wurde das nicht getan. Aufgrund der verstreichenden Zeit ging die Aggression unter beiden Bedingungen zurück - aber Metal verkleinerte diesen Rückgang. Also bestätigt mich die Studie durchaus.

Mit dem "Programm" meinte ich das von Jürgen Laarmann für den Techno formulierte Motto "Tu was Du willst. Nutze alle Mittel."

Auf die Werbung habe ich keinen Einfluss. Da hier Inhalte über Gewaltmusik stehen, kommen leider automatisch entsprechende Anzeigen.

Columba hat am 10.04.2018 17:08:15 geschrieben :

Busch
Das Wort "Busch" wird so oft abfällig verwendet, dass man es vermeiden sollte. Die Bereiche in Australien, die Sie vermutlich meinen, werden üblicherweise mit dem Wort "Outback" bezeichnet. Dort gibt es unterschiedliche Landschaftsformen, von der Wüste bis zum Regenwald.

Aber schön, dass Sie zugestehen, dass die Wirkung von Musik eine kulturelle Komponente hat. Jetzt würde ich gern noch wissen, was Sie auf meine anderen Fragen antworten. Z.B. auf diese:
Warum sollten ausgerechnet Menschen im Europa des 18. Jahrhunderts den einzigen, allgemeingültigen musikalischen Stein der Weisen gefunden haben?
 
Kommentar: Wenn andere ein Wort abfällig verwenden, steht es mir trotzdem frei, es normal zu verwenden. Das Wort "Busch" ist genausowenig abfällig wie "Regenwald".

Die Ihrer Frage zugrundeliegende Aussage habe ich nicht gemacht. Allerdings spricht der Anschein tatsächlich dafür, dass unsere abendländische Musikkultur im Guten wie im Bösen (letzteres in Zusammenarbeit mit anderen Kulturen) die bis jetzt wirksamste und die meisten Menschen ansprechende Musik gefunden hat. Keine Musik hat sich weltweit so sehr verbreitet. Während z.B. die klassische westliche Musik im Fernen Osten sehr geschätzt - und auf höchstem Niveau gespielt - wird, interssiert sich im Westen kaum jemand für klassische chinesische oder japanische Musik. Ebenso sind westliche Gewaltmusiker auf der ganzen Welt populär.

A.J. hat am 10.04.2018 08:17:23 geschrieben :

...
Sie wissen aber schon noch, wie man Differenzen berechnet? Sollten sie in der Schule gelernt haben. Höherer Wert - geringerer Wert, und so....
Und sie wissen auch, dass Prozentpunkte dazu da sind, Differenzen zwischen Prozenten an zu geben? Also im Klartext genau das, was ich wollte und getan habe.
Zu dem sind 11,92% vom Grundwert (100%) IMMER gleich groß, egal, wie hoch der Grundwert ist und egal, in was er angegeben ist.

Jemanden ein aggressives "Was guckst du?" um die Ohren zu klatschen, entspricht aber bereits einer feindseligen Handlung.
Und sich provozieren zu lassen (unabhängig davon, was diese Provokation ist) und darauf hin "feindselig" bzw "agressiv" zu reagieren entspricht einer fehlenden Selbstkontrolle, keiner feindseligen Haltung.
 
Kommentar: Lassen Sie es mich am Beispiel einer Wahl erklären: Wenn Partei A von 20 Prozent der Wählerstimmen bei der vorigen Wahl auf 15 % absinkt, dann hat sie nur 5 Prozentpunkte, tatsächlich aber 25 Prozent Ihrer Stimmen verloren. Dementsprechend: Wenn Partei A 20 und Partei B 15 Prozent der Stimmen erhält, dann beträgt der Unterschied wieder nur 5 Prozentpunkte - aber Partei B hat 25 Prozent weniger Stimmen erhalten als Partei A bzw. umgekehrt betrachtet hat Partei A sogar 33,3 Prozent mehr Stimmen als Partei B. Die kleine Zahl von 5 Prozentpunkten ist also gar nicht so klein wie sie aussieht - und so ist es mit Ihren 11,92 Prozentpunkten, die ebenfalls einen größeren Unterschied ausmachen als Sie zu suggerieren versuchen.

Genau das meinte ich doch: Das "Was guckst du?" als Ausdruck einer feindseligen und aggressiven Haltung; nicht die Reaktion darauf! Mangelnde Selbstkontrolle ist übrigens auch eine der Folgen von Gewaltmusikkonsum und wird als Hedonismus in vielen Musikstücken propagiert; im Techno geradezu zum Programm erklärt.  
 

Columba hat am 09.04.2018 16:21:07 geschrieben :

Zurückrudern
Sie rudern wieder mal mit olympischer Geschwindigkeit zurück. Also zwischen "relativ gut einschätzen" und einer angeblich unmittelbaren Wirkung, die schon Kinder beeinflusst (Ihre Worte), ist schon ein großer Unterschied.

Also ist diese Zuordnung der Emotionen arbiträr und etwas, das Sie sich einfach ausgedacht haben? Nichts Allgemeingültiges? Entweder es gibt eine genaue Identifikation der Emotionen, die in einem klassischen Musikstück ausgedrückt werden, oder eben nicht. Wenn letzteres, dann ist da aber wieder nicht dieser angeblich natürliche Faktor. Sie können nicht beides haben. Entweder die Emotionen sind so allgemeingültig codiert, dass jeder dasselbe dabei empfindet. Oder sie sind es eben nicht, aber dann gilt das auch für andere Musik. Dann kann aber auch jemand anders, sagen wir A.J. oder ich, auch sagen, dass uns eine bestimmte Musik fröhlich oder traurig macht, während dieselbe Musik auf Sie aggressiv wirkt.

Ihre Bemerkungen zu südamerikanischen Regenwald und australischem Busch sind schon an der Grenze zum Rassismus. Bali liegt übrigens in Südostasien und gehört nicht zu Australien oder Südamerika. Viele außereuropäische Länder haben ausgeprägte musikalische Traditionen, die von anderen Musikwissenschaftlern durchaus anerkannt werden, außer Bali wäre da z.B. noch Indien, China oder Mali (liegt in Afrika und ist nicht mit Bali zu verwechseln). Lernt man das nicht beim Studium der Musikwissenschaft, mal ein bisschen über den Tellerrand zu gucken, Herr Miehling. Warum sollten ausgerechnet Menschen im Europa des 18. Jahrhunderts den einzigen, allgemeingültigen musikalischen Stein der Weisen gefunden haben?

Mein Punkt war, dass Tonleitern oder -systeme nicht allgemeingültig sind und eine Reaktion darauf daher immer kulturell geprägt ist.
 
Kommentar: Ich rudere nicht zurück, sondern weise darauf hin, wo Sie mir Aussagen unterstellen, die ich nicht getätigt habe. 
Darf man die Begriffe "Regenwald" und "Busch" jetzt auch nicht mehr verwenden? Es ist einfach so, dass ich mich auf die westlichen Musikulturen beschränke, weil ich nur da kompetent bin. Auch weiß ich, wo Bali liegt; Südamerika und Australien waren nur ergänzende, beliebige Beispiele. Sie haben wirklich eine Begabung dafür, normale, unverfängliche Aussagen negativ zu interpretieren.  

Bei der Reaktion auf Musik gibt es offenbar sowohl eine kulturelle als auch eine genetische Komponente. Wie die in meinem vorigen Kommentar verlinkte Studie zeigt, können auch Menschen, die zuvor nie westliche Musik gehört haben, deren emotionalen Ausdrucksgehalt gut erkennen. Die grundlegenden Emotionen werden überall auf der Welt ähnlich ausgedrückt.

Columba hat am 05.04.2018 13:21:49 geschrieben :

Emotionen
Ich nehme die hohen Töne der Königin der Nacht als unangenehm wahr, das ist alles.Paul Ekman beschreibt sechs Grundemotionen (Freude, Angst, Wut, Trauer, Ekel, Überraschung). Es gibt auch den Ansatz, Ekel und Wut sowie Angst und Überraschung zusammenzufassen. Das wären dann 4, aber nicht die von Ihnen genannten. Es gibt noch andere Ansätze (siehe etwa http://changingminds.org/explanations/emotions/basic%20emotions.htm). Interessant finde ich, dass in dem von Ihnen genannten System Angst gar nicht vorkommt, während in der modernen Filmmusik Musik stark dafür verwendet wird, beim Hörer Angst zu erzeugen (siehe etwa https://www.youtube.com/watch?v=wFbiHV_kKw8). Dabei basiert moderne Filmmusik doch auf der klassischen Musik (klassisch im weiteren Sinne, sie basiert eher auf der Romantik als der Wiener Klassik)Dur und Moll sind Konstrukte der europäischen Musik, die sich auch erst vor wenigen Jahrhunderten aus den vorherigen sog. Kirchentonarten herausgebildet haben, die sich wiederum aus dem Tonsystem der griechischen Antike entwickelten. Unsere Dur- und Moll-Tonleitern sind nicht allgemeingültig. Die Musik anderer Länder benutzt andere Tonleitern. Auf Bali etwa gibt es eine pentatonische und eine heptatonische Tonleiter, und unterschiedliche Gamelans (Instrumentalgruppen, "Orchester") benutzen unterschiedliche Stimmungen. Pentatonik ist überhaupt sehr verbreitet. In manchen Musiksystemen gibt es Vierteltöne oder Dreivierteltöne. Nicht zu vergessen, dass die heutige wohltemperierte Stimmung eine Erfindung des 18. Jahrhunderts ist. Das weiß sogar ein musikalischer Laie wie ich, der noch nicht mal ein Instrument spielen kann. Von Ihnen als Musikwissenschaftler hätte ich mir da eine differenzierte Betrachtung gewünscht. Sie können nicht davon ausgehen, dass etwas, das 1. erst seit wenigen Jahrhunderten und 2. nur in einem kleinen Teil der Welt existiert, auf alle Menschen unmittelbar oder natürlich auf dieselbe Weise wirkt. Es handelt sich hier vielmehr um einen kulturellen Lernprozess. In unserer westlichen Welt wachsen Kinder mit einer bestimmten Musik auf und werden so akkulturiert.Zur Assoziation Moll / traurig:
http://www.nme.com/blogs/nme-blogs/the-science-of-music-why-do-songs-in-a-minor-key-sound-sad-760215
https://www.theguardian.com/notesandqueries/query/0,,-20342,00.html
https://www.theguardian.com/music/tomserviceblog/2010/jun/29/minor-key-music-sad@A.J. Danke für den Tip mit Mantus, ich habe mir mal ein paar der Videos auf Youtube reingezogen. Herr Miehling, von dem genannten Lied "Freund Hein" können auch Sie sich die erste Minute anhören, die ist schlagzeugfrei.
 
Kommentar: Ja, natürlich gibt es verschiedene Affekttheorien. Ich habe die wohl einfachste gewählt, weil sie sich gut mit den Temperamenten und den musikalischen Parametern in Verbindung bringen lässt. Und was Dur/Moll betrifft, so hatten Sie nach klassischer Musik mit dem Beispiel Mozart gefragt, nicht nach Gamelan. Kichentonarten lassen sich nach der dritten Stufe in "mollartige" und "durartige" einteilen.
Ich habe auch nicht gesagt, dass klassische Musik auf alle Menschen gleich wirkt. Diskutieren wir hier über den südamerikanischen Regenwald oder den australischen Busch oder über unsere "westlichen" Gesellschaften? 
Aber schauen Sie einmal hier:
„Musik hat tatsächlich Merkmale einer universellen Sprache, zeigen Experimente Leipziger Forscher
in Kamerun. Einwohner eines abgeschiedenen Dorfes konnten die Stimmung westlicher Musik
relativ gut einschätzen, obwohl sie niemals zuvor mit dieser Art Musik konfrontiert worden waren.“
http://www.scienceticker.info/2009/03/19/musik-als-universelle-sprache/

A.J. hat am 05.04.2018 10:12:12 geschrieben :

Wenn ich Zeit dafür aufwenden – oder ehr verschwenden – würd, würde ich als Privatperson beim befragen von Kollegen, Bekannten und Verwandten – und deren Verwandten und bekannten – locker auf um die Hundert Leute kommen, denen es so geht.

Schon wieder reden sie von Gewaltmusik, wenn es um den Menschen geht.... Hören sie auf mit diesem Schmarrn!
Der Musikgeschmack ist – oder sollte zumindest – nicht das erste sein, was sie von einem Menschen erfahren.

Aha, ich verstehe...
Ganz nach dem Moto: "Ich bin Wissenschaftler und sehe einen Zusammenhang"
Oder viel ehr: "Ich bin Wissenschaftler und MÖCHTE einen Zusammenhang sehen"

Prozentual betrachtet sinkt die Feindseligkeit bei Stille um 49,09%, bei Musik um 37,17%.
das ist ein Unterschied von Sage und Schreibe 11,92% und das ist....so gut wie nichts.
das ist grade mal etwas mehr als ein Zehntel – nicht mal ein Achtel. Das wären nämlich 12,5%.

Hmmmm... Interessant, wie sie extra nochmal erwähnen, dass die Leute Geld bekommen.... So als ob sie ohne nicht drann Teil genommen hätten...
außerdem habe ich es oft genug erlebt, um beurteilen zu können, dass es durchaus auch ein "halb-freiwillig" gibt.

"Feindselig" ist nicht gleich "agressiv". Sie sprechen von "Feindseligen Handlungen".
"Feindselig" entspricht ehr einer "feindseligen Haltung", welche eine Art "Schutzhaltung" entspricht, die dazu dient, gefährliche – oder zumindest unangenehme – Personen, Handlungen, Objekte etc pp – auf eine gesunde Distanz zu halten.
 
Kommentar: Die von Ihnen ausgerechneten 11,92 % sind Prozentpunkte, nicht Prozente. In Prozenten ausgedrückt ist die Reduktion der Feindseligkeit bei Musik um 24,28 Prozent geringer; das ist immerhin etwa ein Viertel. Im Alltag kann das auf das ganze Land und ein Jahr umgerechnet einen Unterschied von zehntausenden Straftaten machen.
"Feindselig" ist zumindest unterschwellig aggressiv. Ein feindselig gestimmter Mensch wird eher gewalttätig als ein friedlich gestimmter. Warum gibt es denn in bestimmten Jugendszenen so viel Gewalt? Weil in der feindseligen Stimmung schon ein "falscher" Blick als Provokation gewertet wird, weil man den anderen gleich als potenziellen Feind wahrnimmt.

Columba hat am 04.04.2018 12:45:22 geschrieben :

Also nee
Ach, in der klassischen Musik gibt es nur vier Emotionen, entsprechend den vier Temperamenten? Und die sind so codiert, dass nur der Eingeweihte sie wahrnehmen kann? Das ist jetzt nicht wirklich hilfreich, um normale Menschen zum Hören klassischer Musik zu bringen, oder?

Und mal ehrlich, warum soll eine veraltete Theorie wie die Humorenlehre für moderne Menschen notwendig sein müssen, um Musik oder eine andere Kunstform zu verstehen? Ist es da nicht verständlich, wenn jemand Musik hört, die direkt zu ihm spricht, ohne dass er irgendwelchen verstaubten Mist lernen muß, um erraten zu können, was der Autor, ähh Komponist, damit sagen will?

Ich kann ein Theaterstück von Shakespeare anschauen oder einen Roman von Goethe lesen und daraus etwas mitnehmen, ohne die Weltanschauung in deren Zeit zu kennen. Ich kann die Mona Lisa betrachten und mich an ihrem Lächeln freuen. Aber für Musik brauche ich extra eine Erklärung, woran ich erkenne, was der Autor mir sagen will, damit ich sie decodieren kann?

Sie sagen, dass Sie auf eine Arie, in der eine Person eine andere zum Mord auffordert, mit "Begeisterung und positive[r] Aktivierung" reagieren? Im Ernst? Die Königin der Nacht fordert Pamina zum Mord an Sarastro auf und gibt ihr sogar ein Messer, und Sie sind begeistert und positiv aktiviert? Und da wagen Sie es zu kritisieren, dass irgendjemand Gangsta Rap toll findet? Ein Esel schimpft den andren Langohr, kann ich da nur sagen.
 
 
Kommentar: Sie drehen mir wieder die Worte herum. Ich habe von GRUNDaffekten gesprochen. Und ich habe nicht gesagt, "dass nur der Eingeweihte sie wahrnehmen kann". Selbstverständlich kann sie jeder normale Mensch wahrnehmen. Sie haben danach gefragt, woran der Hörer die Emotionen erkennt. Wie soll ich darauf antworten, wenn nicht, indem ich die musikalischen Paramenter nenne, an denen man die Emotionen erkennen kann? Das heißt nicht, dass der Hörer auch in der Lage sein müsste, diese Parameter zu benennen. Gerade WEIL Musik so unmittelbar wirkt, kann sie schon Kinder, die keinerlei musiktheoretische Kenntnisse haben, beeinflussen. Das wiederum macht aggressive Musik so gefährlich.
Was empfinden Sie denn bei der "Königin der Nacht"? Wut? Trauer? Dass ich mich dabei "positiv aktiviert" fühle - und das dürfte für die meisten Hörer gelten. die klassische Musik mögen -, liegt daran, dass die Musik wichtiger ist als der Text. Abgesehen davon weiß ich, dass die Königin am Ende bestraft wird, dass das Böse in der Oper auch böse genannt wird, während es in Rap oder Metal meist verharmlost oder gar verherrlicht wird. Aber primär wirkt die Musik, nicht der Text - das ist es, was ich immer wieder sage.

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